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Entwicklung und Wachstum brauchen Raum. Und Raum braucht (Aus)Zeiten - eine kleine Übung

Hey, vor ein paar Tagen habe ich auf meiner Facebook-Seite ein Selfie gepostet nach dem Joggen und versprochen, ein wenig über die Philosophie von Yin und Yang zu schreiben. Zugegeben, man könnte ganze Bücher darüber schreiben, ich konzentriere mich aber nur auf ein paar Merkmale. Yin und Yang symbolisieren das Zusammenspiel der Gegensätze. "Heiß und Kalt" zum Beispiel oder "Hell und Dunkel". Ohne die Definition von "Kalt" würden wir nicht wissen, was "Heiß" bedeutet oder? Ohne "Liebe" würden wir nicht wissen, was "Hass" sein kann. Krasse Gegensätze also, die trotzdem eng miteinander verbunden sind, die nicht existieren können ohne das Pendant auf der anderen Seite. Schon das weltweit bekannte Symbol "Yin & Yang" dokumentiert, dass im Wesen des einen immer schon der Kern des anderen schlummert.

 

Auch Aktivität und Passivität sind solche, miteinander verbundenen Gegensätze. Dieses Traum-Duo ist aber noch viel mehr. Aktivität und Passivität bilden die Grundlage für persönliche Weiterentwicklung und Wachstum. Yang steht dabei für alle Aktivitäten des Alltags. Immer, wenn wir etwas tun, sind wir im Yang. Yin steht für das Gegenteil, die Passivität. Meditation oder einfach nur stilles Sitzen zum Beispiel ist Yin.

Lust auf eine kleine Übung? Dann leg mal Deine beiden Händflächen wie bei einem Gebet eng aneinander, ungefähr auf Höhe Deines Energiezentrums knapp unterhalb des Bauchnabels. Die rechte Hand ist die Yang-, die linke die Yin-Hand. Stell Dir nun vor, Du bist in Deinem Alltag so vollgestopft mit Dingen, die Du zu regeln und zu machen hast, dass Du kaum zum Durchatmen kommst. Während Du Dir das vorstellst, bewegen sich beide Hände zusammen nach rechts bis auf Höhe Deiner rechten Hüfte. Dein linke Hand klebt förmlich an der rechten, weil Dein Alltag Dich kaum zur Ruhe kommen lässt. Es gibt einfach keinen Spielraum für die Yin-Hand, für Ruhe und Entspannung in Deinem Leben. Damit ist der Raum zwischen Deinen beiden Händen sehr klein. Weiter geht`s: Jetzt bewegst Du beide Hände zusammen nach links bis auf Höhe der linken Hüfte. Die Passivität ist in diesem Fall so dominant, dass Dein Energie-Level vermutlich viel zu niedrig ist, um die Aufgaben des Alltages wirklich entspannt und mit Lebensfreude zu meistern. Es fehlen Kraft und Energie. Schau hin! Wieder gibt es kaum Raum zwischen Deinen Handflächen oder?

 

Und jetzt kommt der Clou: Stell Dir nun vor, Du schaffst es, ausreichend Ruhepausen und Auszeiten in Deinen Alltag zu integrieren. Vielleicht nur ganz kleine, aber regelmäßige, achtsame Pausen. Was passiert dann mit Deinen Händen? Genau, die Yang-Hand bewegt sich jetzt sanft nach rechts und die Yin-Hand sanft nach links. Du hast ein harmonisches Zusammenspiel von Aktivität und Passivität. Und jetzt schau Dir an, wieviel Raum Du plötzlich zwischen Deinen Handflächen hast... Wahnsinn oder!?!

 

Denn dieser Raum ist es, in dem persönliche Entwicklung und Wachstum stattfinden. Wer nur die Aktivität lebt, wird es kaum schaffen, in sich reinzuhorchen und mal kurz zu checken, wie es gerade körperlich und geistig "innen drin" aussieht. Kein Pause, immer weitermachen, keine Zeit für einen kurzen Zwischenstopp im hektischen Treiben... Wie soll es da möglich sein, mal zu hinterfragen, ob alles noch in Ordnung ist und die Richtung eigentlich stimmt...

 

Umgekehrt ist es ähnlich. Wer keine oder nur kaum Energie aufbringt, um am Leben aktiv teilzunehmen, Gesellschaft zu genießen, den Beruf oder die Familie, der wird es schwer haben, Ideen und Ziele für sein Leben zu entwickeln und sie umzusetzen... In beiden Fällen fehlt einfach dieser Raum für Entwicklung.

 

Schaffen wir es aber, beides zu pflegen und so eine ausgewogene Balance zu finden, werden wir genug Energie haben, den Alltag mit viel Energie zu meistern ohne auszubrennen und uns ausreichend Zeit gönnen, um unseren inneren Status regelmäßig zu hinterfragen, eine innere Inventur zu machen und immer wieder in Ruhe aufzutanken... Probier es aus!!!


 

Entspannungs-Methoden wie das autogene Training, die progressive Muskelentspannung, Yoga, Meditation oder Qi Gong sowie Seminare und Workshops können dabei helfen, solche Auszeiten zu etablieren... Falls Du Lust auf mehr Infos über nachhaltige Auszeiten und auf viele Impulse hast, dann habe ich hier ein paar Inspirationen für Dich:

 

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